OFB Krombach

Das Ortsfamilienbuch Krombach ist 2013 in Neuauflage im Cardamina-Verlag erschienen und kann direkt beim Verlag oder im Buchhandel zum Preis von Euro 35.– unter der ISBN
978-3-86424-103-1 bezogen werden. Es folgt ein Auszug aus dem Vorwort der Erstausgabe, danach können die ersten der 678 Seiten in der pdf-Datei angesehen werden. Bevor es einen Einblick in die Handschrift der jeweiligen Pfarrer gibt, weisen wir auf  Revisionen/Ergänzungen und auf Herrn Moisels positive Rezension hin. Wegen der zahlreichen Heiraten von Bräuten und Bräutigame aus dem Ksp Krombach mit SauerländerInnen finden Interessierte unter Sauerland-Heiraten die Namen der Eheleute und die betroffenen Orte im Sauerland:

Der Name Krombach ist den meisten Deutschen heute aufgrund der Biermarke „Krombacher Pils“ bekannt. Auf jeder Flasche dieses Bieres findet sich ein Bild des Kindelsberges, als auffälligstem Gipfel im Siegerland. Die Gemeinden westlich dieses Berges entlang des von Nord nach Süd laufenden Bachs Littfe bildeten in früheren Zeiten das Kirchspiel Krombach. Heute gehören sie sämtlich zur Stadt Kreuztal. Diese wurde im Zuge der Gebietsreform im Wesentlichen aus den Gemeinden des Kirchspiels Ferndorf als ehemaligem Amt Krombach-Ferndorf gebildet.

Das Kirchspiel war wie das Siegerland überhaupt über die Jahrhunderte durch die drei Faktoren Landwirtschaft, Bergbau und Handwerk insb. die Eisenverarbeitung geprägt. Im Norden herrschte der Einfluss der Landwirtschaft und des adligen Sitzes Burgholdinghausen vor. Littfeld war einer der größten Orte des Siegerlandes und durch den (Eisenerz-)Bergbau geprägt. Krombach als administratives Zentrum und Kirchspielort sowie Eichen wurden durch das Handwerk geprägt.

Die hier ausgewerteten Kirchenbücher gehören zu den ältesten Deutschlands. Meist beginnen solche Bücher in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, da viele ältere zerstört wurden. Die Zeiten waren sehr bewegt. Im Jahr 1599 brach die Pest im Siegerland aus, und der Pfarrer musste viele Beerdigungen im Kirchenbuch vermerken, was sich später 1626/1635 wiederholte. Nicht minder einschneidend waren die gleichzeitigen Religionswirren mit Rekatholisierungsversuchen durch die katholische Linie des Fürstenhauses Nassau-Siegen. Dies und das Nebeneinander beider Konfessionen im Kirchspiel durch die Besitzer des Gutes Holdinghausen wird auch in den Kirchenbüchern deutlich. Auch lassen sich etliche Truppendurchzüge auch ausländischer Truppen in den Kirchenbüchern nachvollziehen.

Als Persönlichkeiten ragen der Pfarrer Johann Gottsleben und der Bergmeister Johann Heinrich Jung hervor. Der eine als bedeutender Theologe seiner Zeit, der andere als einer der Vordenker des modernen Bergbaus und Onkel des über das Siegerland hinaus bekannten Augenarztes, Schriftstellers und Goethe-Freundes Jung-Stilling.

Die beiden Autoren haben Wurzeln im Siegerland. Es waren die gemeinsamen Vorfahren im Siegerland und im Märkischen Kreis, die sie zusammengeführt haben. Ihr gemeinsames Interesse an der Geschichte der Landschaft, ihrer Bewohner und der Wirtschafts- und Industriegeschichte über die engere Familie hinaus. hat sie schlussendlich dieses Projekt starten lassen. Für das Siegerland liegen seit den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts ungewöhnlich viele Sekundärquellen zur Regional- und Personengeschichte vor. So gibt der Siegerländer Heimatverein seit über 100 Jahren die Zeitschrift Siegerland heraus und in insgesamt 9 Siegerländer Sonderbänden des Deutschen Geschlechterbuches wurden viele Genealogien Siegerländer Familien veröffentlicht. Veröffentlichungen von Primärquellen sind dagegen eher selten und genau hier wollen die Autoren ansetzen und einen Impuls für eine systematische Erschließung der Quellen geben.

Auszug

Revisionen Ausgabe 2009

OFB_Krombach_2013_Revisionen

Bei Klick auf Rezension erscheint diejenige in Zeitschrift Siegerland Band 86/Heft 2 2009. Nachfolgend ist die Bewertung der Neuauflage des Jahres 2013 zu sehen, die in “Siegerland” Band 90/Heft 1 2013 zu finden ist.
Rezension_2013

Namenregister

Sauerland_Heiraten

Pfarrer-Handschriften:

Thiergarten 1563 – 1604 links und Gotsleb 1604-1612 rechts

Buch 1612-1626 links und Bergenthal, (katholisch) 1628/1631/1639 erwähnt, rechts

Münker 1632-1636 links und Quitter 1645-1654 rechts

Sohlbach 1655-1681 links und Henrici 1681-1687 rechts

Hambloch 1688-1695

Reichert 1695-1706 links (siehe auch Bemerkung zu Reichert unten) und Lüdger 1706-1723 rechts

Winter 1725-1729 links und Runge 1730-1736 rechts

Achenbach 1737-1773 links und Klingelhöfer 1774-1805 rechts

Über den vorerwähnten Pastor Reichert, der amtsentsetzt wird und später in Feudingen amtet, berichtet Forscherfreund Jochen Karl Mehldau in einem Vortrag in Feudingen wie folgt:

Reichert_Feudingen