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Die Ferndorfer Stahlschmidts

Der Begründer des Ferndorfer Stammes ist Johannes Stahlschmidt, ~1.9.1641, der durch seine Heirat mit Catharina Rauting, ~31.07.1644, die der Besitzerfamilie des Aher Stahlhammers entstammt, nach Ferndorf kommt. Johannes übt die drei Berufe Wirt, Bäcker und Hammerschmied aus und beschäftigt u.a. eine Magd Margreth aus Radevormwald, die im selben Jahr stirbt wie seine Schwiegermutter (1677). Er besitzt zwei Hammertage am "Berger Eisenhammer" in Ferndorf und wird 1678 in die Hammerschmiedezunft aufgenommen. Ausserdem wird er als Gerichtsschöffe und Kirchenältester genannt. Seine Frau Catharina, deren Gevatterin Johannes Schreibers Ehefrau Catharina Walpersdorf ist, stirbt kurz nach der Geburt des fünften Kindes und erhält folgenden Eintrag ins Totenbuch: "et haec fuit vere pia et omnibus chara uxor, sine dolo, annor. 25" (und diese war eine wahrhaft fromme und von allen geliebten (Ehe-)Frau, ohne Schmerzen, im Alter von 25 Jahren). Catharinas Eltern sind Johannes Rauting, Ältester und Schöffe im Gericht Ferndorf und Krombach, und Catharina Müller. Der nachfolgende Kirchenbucheintrag zeigt die Eheschliessung von Catharinas Grossvater Enders Rauting mit Elsgen Nol am 02.07.1592. Aus dem Eintrag geht weiterhin hervor, dass Elsgens Vater Philipp Nol Hammerschmied vorm Berg ist.

In zweiter Ehe heiratet Johannes Anna Paffrath, die Tochter des Hückeswagener Bürgermeisters, mit der er weitere acht Kinder zeugt. Die Familie Paffrath ist ebenfalls im Eisengewerbe tätig und wird in Eversmanns Übersicht als Hammerbesitzer erwähnt.

Hier die beiden Auszüge aus dem Ferndorfer Totenbuch zu Catharina Rauting (1669) und Anna Paffrath (1711). Aus Letzterem geht hervor,
dass Anna als Witwe stirbt.

 

Von den vielen Nachfahren des Ehepaares Johannes Stahlschmidt und Catharina Rauting sollen hier zwei Hilchenbacher erwähnt werden, und zwar 

Jenny Johanna Weiss (*6.8.1881 in Hilchenbach), die in das alte, mächtige und einflussreiche Adelsgeschlecht derer von Egloffstein einheiratet. Ihre Schwiegereltern sind Freiherr Ludwig von Egloffstein und Elise, geb. Freiin von Imhof zu Mühlhausen in Oberfranken und Bayern. Jennys Ehemann, Freiherr Wilhelm Karl Camill von Egloffstein, ist der Stammvater des dritten Astes, der mit seinem Tod am 18.3.1929 in Bamberg, erlischt (siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Herren_von_Egloffstein); 

und zum anderen

Anna Margretha Stahlschmidt (*19.9.1818 Hilchenbach), die den Freudenberger Witwer Johann Henrich Siebel (*6.8.1805) zum Ehemann bekommt und ihm sieben Kinder schenkt, darunter den späteren Meisterfotograf Carl Siebel, dessen Sohn Max (*24.10.1872 in Oberdresselndorf) gemäss Auszug aus der MA-Zeitschrift der Fa. Gontermann-Peipers, eine Fotofiliale in Plettenberg eröffnet. Johann Henrich Siebel war in erster Ehe mit der Anna-Catharina-Stahlschmidt-Tochter Maria Catharina Siebel verheiratet.