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Es ist äusserst unwahrscheinlich,
dass die Herkunft unserer Stahlschmidt-Vorfahren jemals weiter als bis ins
16. JH zurück verfolgt und definitiv geklärt werden kann. Viele
Stahlschmidt-Nachkommen haben es schon versucht, und auch in Zukunft wird
weiter nach dem Ursprung unserer Ahnen geforscht werden, aber das
Versiegen der schriftlichen Quellen ab einem bestimmten Zeitpunkt setzt
Grenzen.
Ottomar Stahlschmidt hat die
Überlieferung recherchiert, wonach unser Stahlschmidt-Ahne ein französischer Adeliger mit
Namen "Du Saint Roy" ist (siehe
Kapitel "Ottomar").
Dorothea Stahlschmidt, verheiratete
Woltze, schreibt 1934, dass Hans Stahlschmidt aus Plittershagen ein
Nachkomme von Johann Stahlschmidt aus Ferndorf ist, der 1499 gemäss
nachstehender Urkunde vom Juncker Wilhelm von Wischel ein Haus mit Äcker,
Wiesen und Haubergsgerechtigkeit pachtet.

In einem Monatsboten des
Sanderslebener Pfarramtes aus den Zwanziger Jahren berichtet Pfarrer Kunz
vom Besuch einer älteren Dame, Fräulein Stahlschmidt, aus Kopenhagen, die
56 Jahre lang Lehrerin in der deutsch-reformierten Gemeinde in Kopenhagen
gewesen sei. Sie gibt sich als Urenkelin des Frecklebener Pfarrers Georg
Friedrich Casimir Stahlschmidt aus und berichtet, dass ihr Urgrossvater
einer Hugenottenfamilie entstammt, die um ihres evangelischen Glaubens
willen aus Frankreich, vermutlich aus dem Elsass, vertrieben worden
sei. Wie mir die dänischen Stahlschmidts berichten, muss diese ältere Dame
die am 02.06.1850 in Fredericia geboren Johanne Marie Caroline
Stahlschmidt gewesen sein, die in Frederiksberg eine Schule besass und bei
ihren Schülern sehr beliebt war.
Nachweisbar schliesst Hannen
Konigen Staalschmiden am 4.1.1559 einen Kaufvertrag mit dem Grafen von
Nassau ab. Wie Wilhelmine Stahlschmidt in ihrer Lehrerprüfungsarbeit
ausführt, kann es als sicher gelten, dass dieser Hans König heisst und
später seinen Berufsnamen als Familiennamen annimmt, da zur selben Zeit
kein anderer Hans König oder Stahlschmidt in Niederndorf auftaucht. Im
Kaufvertrag wird hervorgehoben, dass Hans und seine Frau aus "fremden,
unbewussten Landen" kommen, und in einem Prozess, den die Gemeinde
Niederndorf 1564 gegen Johannen Staalschmidden führt, wird betont:
".......die beclagten seyen keine Inwohnere im Nassawischen landt geweβen,
........"
Kurt Schutte, Heimat- und
Familienforscher aus Wuppertal, der Wilhelmine Stahlschmidt seine
Forschunsergebnisse über die Familie Stahlschmidt zur Verfügung gestellt
hat, vermutet, dass Hans König aus dem Bergischen Land nach Niederndorf
gezogen ist.
Ich könnte mir sogar vorstellen,
dass er aus meiner Heimatstadt Plettenberg ins Siegerland gekommen ist.
1486 lebt in Plettenberg-Köbbinghausen ein Hans König (Koninck) und wird
gemäss Märkischem Schatzbuch der Grafschaft Mark auf 2 Gulden geschätzt.
Im Jahre 1613 stellen die Schmiede Haustatt (Hoistat/Hustadt) aus Köbbinghausen
folgendes Gesuch an den Markgrafen Ernst von Brandenburg und den
Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg in Düsseldorf:
"....was gestalt unsere vorelteren viele jahren hero uff ihrem erb und
grundt allernegst under dem dorff Cobbinckhausen ahn dem wasserfluβgen bei
der Elsen eine schmeltz- und isenhutte gehabt und daselbst mit
huttenwerckh ihre nahrungh ohne mennigliches einreden gesucht und
getrieben. Wan aber solche hutte folgents vergenglich worden, so haben wir
ahn denselben platz ach unser gelegenheit eine oisemundtschmiette dahin
setzen lassen, auch ferner vorgenommen, einen selffhammer daran zu
bawen."[9] Möglicherweise ist ein Sohn oder Enkel
des obigen Hans aus wirtschaftlichen Gründen dem Aufruf des Grafen von
Nassau nach Niederndorf gefolgt. Lambert Hustadt, ein Müller aus
Plettenberg, der 1613 in Krombach lebt, heiratet als Witwer am 13.06.
desselben Jahres Margret Dörr aus Littfeld (siehe auch Dörr im Kapitel
"Plettenberger").
Der Familienname Konic/Coninc/(de)Konynck
erscheint in Westfalen bereits im 13. Jahrhundert. Siehe hierzu
den Beitrag "An der langen Egge".
Familienforschung wird heute aus
den unterschiedlichsten Motiven betrieben, und das "GEO-Magazin" fragt
sehr treffend in seiner "September-2004-Ausgabe": "Was motiviert die
vielen Hobby-Genealogen, die für ihre hart erarbeiteten Resultate meist
nur wenige Interessenten finden? Was treibt sie immer wieder in die
Archive und fesselt sie tagelang in Lesesälen vor den Bildschirmen der
Mikrofilmgeräte?" Mein Motiv ist dasjenige der meisten Genealogen, nämlich
die Lust am Rätsellösen und die historische Detektivarbeit in eigener
Sache, deren schönster Preis es ist, in den Wirren der grossen Geschichte
den Faden der eigenen, kleinen wieder zu finden. Die vielen interessanten
Kontakte zu Gleichgesinnten, Coucousinen und Coucousins auf der ganzen
Welt sind eine wunderbare Bereicherung. Die folgende Nachricht von
Karolin mit dem Titel "adressiert an meine gr.gr.gr.groß Cousine" hat
mich ganz besonders gefreut: "Ich bin Karolin die Enkeltochter von
Gudrun aus dem Hickengrund. Ich bin 13 Jahre alt und habe gehört dass
wir zwei einen gemeinsamen Stahlschmidt Vorfahren haben (Anton
Stahlschmidt und Hanna Zeitenbach). Wir hatten neulich in der Schule das
Thema "Unsere Vorfahren", und es hatte außer mir niemand so einen großen
Stammbaum. Ich bin Dir sehr dankbar, dass wir so viele Infos von dir
bekommen haben".
Nicht zuletzt danke ich hiermit
allen Freunden, Bekannten und Verwandten sowie ganz besonders meiner
Familie, die mich bei der Stahlschmidt- Familienforschung bisher
unterstützt haben und mir auch weiterhin eine Stütze sind. Ein spezieller
Dank geht an meinen ältesten Sohn und "Homepage-Doktor" Nicolas.
Danke, Herr Professor Merk, für
diese Lebensweisheiten:
Es kommt nicht darauf an,
glücklich zu sein, sondern andere glücklich zu machen. Es kommt nicht
darauf an, geliebt zu werden, sondern zu lieben und anderen zum Segen zu
sein. Es kommt nicht darauf an, zu genießen, sondern mitzuteilen. Es
kommt nicht darauf an, sich durchzusetzen, sondern sich hinten
anzustellen. Es kommt nicht darauf an, dass wir lange leben, sondern
dass unser Leben den rechten Inhalt hat. Es kommt nicht darauf an, was
die Menschen von uns denken und sagen, sondern was wir vor Gott
sind. Es kommt nicht darauf an, was wir tun, sondern wie und warum wir
es tun. Es kommt nicht darauf an, was wir sind, sondern wie wir
sind. Es kommt nicht darauf an, ob wir viel Erkenntnis haben, sondern
ob wir das Erkannte in die Tat umsetzen.
Das einzige Wichtige im Leben sind die
Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen. (Albert
Schweitzer)
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